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E-Commerce Trends 2018 (Bild: Freepik)

E-Commerce-Trends 2018: Zehn inspirierende Best Practices

Welche Trends gibt es dieses Jahr im E-Commerce? Was ist „heiß“ und zukunftsweisend? Wir stellen Ihnen ein paar spannende Konzepte vor, mit denen unter anderem die Lücke zwischen Retail und Onlinehandel geschlossen werden kann.

 

Beispiele für Trends im Einzel- und Onlinehandel

Selbstverständlich gibt es nicht den Trend, dafür ist der Handel viel zu komplex. Viele Konzepte werden über viele Jahre getestet, diskutiert und im besten Fall dann erfolgreich umgesetzt. Zum Beispiel war 2015 Multichannel-Commerce ein großes Thema. Auch in der 2017er-Ausgabe unseres Magazins „Zukunftsthemen“ stellten wir mehrere Best Practices im E-Commerce vor, wie die Käufer an verschiedenen Touchpoints angesprochen werden können.

Multi- oder Omnichannel sind 2018 weiterhin ein wichtiges Thema. Es zeigt sich, dass Einzel- und Onlinehandel zunehmend zusammengeführt werden. Die Grenzen verschwimmen, um dem Smartphone- und digitalaffinen Kunden von heute, der „always on“ ist, das bestmögliche Einkaufserlebnis zu bieten.

Welche E-Commerce-Trends dieses Jahr noch interessant sind, sehen Sie in folgender Auswahl.

 

Kleidung im Laden anprobieren und bestellen

Der Wäschehersteller Zimmerli of Switzerland möchte das Onlineshopping um die haptische Erfahrung erweitern. Die Kunden können in einem speziellen Laden ausgestellten Kleidungsstücke nach der Anprobe vor Ort über iPads zu sich nach Hause bestellen. Mit Ausnahme weniger Schlüsselprodukte werden keine Waren in den recht kleinen Test-Geschäften gelagert.

Durch die Verlegung des Hauptlagers an einen weniger zentralen und somit kostengünstigeren Standort können sich auch kleinere Unternehmen ein Ladengeschäft in zentraler Stadtlage leisten.

 

Retail-Warenkorb wird zum Online-Warenkorb

Fabletics Onlineshop (Bild: Fabletics / Mockdrop.io)

Auch der auf Sportbekleidung für Damen spezialisierte Händler Fabletics realisierte ein Omnichannel-Konzept, welches das Anprobieren von Bekleidung im Laden geschickt mit dem Onlineshop verknüpft: Nimmt eine Kundin Produkte in eine Umkleidekabine, werden diese vorher vom Personal mit einem Tablet gescannt. Die Artikel landen so im Warenkorb des Onlineshops.

Die Artikel, die der Kundin bei der Anprobe nicht gefallen oder die sie direkt im Geschäft kauft, werden automatisch aus dem Warenkorb entfernt. Die verbleibenden Artikel kann die Kundin später bei Bedarf bequem online bestellen.

 

Bildlastige Onlineshops als Inspirational Commerce

Mit stimmungsvollen Lifestyle-Bildern können Nutzer in Kauflaune versetzt werden. Carhartt Work in Progress – ein Ableger der amerikanischen Marke Carhartt – inspiriert mit aufwendigen Lookbooks und aufgebrochenen Seiten-Layouts. In einem Web-Journal werden zudem Beiträge angeboten, über die sich Fans noch intensiver mit der Marke identifizieren können. Eine hochwertige Produktinszenierung rundet den ganzen Online-Auftritt ab.

 

Produkte mit ungewöhnlichen Videos inszenieren

Bellroy Onlineshop (Bild: Bellroy / Mockup.photo)

Videos auf Webseiten und in Onlineshops einzubinden, ist keine Neuheit. Doch Videos als Produktfotos zu nutzen, um den Kunden eine 360°-Ansicht zu gewähren und das Produkt in Aktion zu zeigen, das bietet einen echten Mehrwert. Dieses Konzept verfolgt zum Beispiel Bellroy.

Daneben bietet der Geldbörsen- und Hüllen-Hersteller große, emotionale Bilder. Der Shop wird mit dem Navigationspunkt „Stöbern“ abgerundet: Der Bereich inszeniert die Produkte mit Videos,  und mit farblich abgestimmten Fotos werden sie mit Detailaufnahmen dem Kunden näher gebracht – fast wie zum Anfassen.

 

Mobile Commerce und Customer Experience im B2B

Auch im B2B wird es immer wichtiger, die Webseite oder den Onlineshop für Smartphones zu optimieren. Der Shop von Rousseau Metal ist ein gutes Beispiel hierfür. Daneben bietet der B2B-Händler den Nutzern auch andere wertvolle Add-ons, zum Beispiel die Online-Angebotsanfrage.

Außerdem können Kunden ihren Arbeitsbereich mit den Rousseau-Produkten konfigurieren, um ganz simpel die Produkte zusammenzustellen. Und die Artikelnummern werden automatisch einem Angebot hinzugefügt, das einfach beauftragt wird.

 

Emotionen mit Content Commerce transportieren

Content Commerce liegt im Trend. S’well zeigt, wie man ihn gut umsetzt. Einerseits lenken im Onlineshop wenige Dinge ab, das Produkt steht absolut im Fokus. Andererseits werden die Produkte mit einer starken, emotionalen Bildsprache und Videos gelungen in Szene gesetzt. Durch die vielen unterschiedlichen Produkt-Designs spricht S‘well unterschiedliche Zielgruppen an.

Mit dem Blog – den Stories rund um das Produkt – schafft die Marke eine starke Kundenbindung. Durch die klare Message, den Kauf und Verbrauch von Plastikflaschen zu reduzieren, wird das Gefühl transportiert, beim Kauf etwas Gutes zu tun.

 

Die Zielgruppe dort antreffen, wo sie sich aufhält

Otto Social Media (Bild: Otto.de / Mockup.photos)

Welche Kanäle passen zu den eigenen Produkten? Wo können die Produkten in Szene gesetzt werden? Bei der Vermarktung von Produkte sollte im B2C unbedingt Social Selling in Betracht gezogen werden. Social-Media-Kanäle wie Facebook, Twitter oder Instagram eignen sich perfekt, um mit der Community ins Gespräch zu kommen und Fans zu gewinnen, die wiederum die Produkte mit ihren Freunden teilen. Otto macht das z. B. mit Fotos kompletter Outfits, die geshoppt werden können.

 

Produkte per Bild-Upload suchen

eBay führte mit „Image Search“ eine interessante Produktsuche ein. Die Nutzer laden hierbei einfach ein Foto hoch, eBay sucht dann nach Angeboten mit ähnlichen Produktbildern. Es können eigene Bilder hochgeladen werden oder Bilder, die im Web gefunden wurden. Und mit der Funktion „Find It On eBay“ werden URLs, z. B. von Pinterest, direkt an eBay geschickt, um das Produkt zu finden.

 

Hardware mit Nachbestell-Service

Mit dem Dash-Button bietet Amazon ein System an, mit dem die Kunden per Knopfdruck bequem Waschpulver, Klopapier oder Rasierklingen nachbestellen können. Das Dash Replenish System ist die Weiterentwicklung der Idee: Die Dash-Buttons werden in Zukunft in die Hardware-Produkte von Amazon-Partnern fest verbaut.

Zudem gibt es den Virtual Dash Button Service (VDBS). Hierbei erkennen die Geräte automatisch, wenn das benötigte Zubehör zur Neige geht. Zum Beispiel bestellt dann ein Drucker eigenständig neue Tinte nach.

 

Die Bankkarte der Zukunft?

DaVinci Mastercard (Bild: ScrumCard)

Das Start-up ScramCard aus Hongkong brachte eine Bankkarte namens „Da Vinci Choice“ heraus, auf deren Rückseite sich ein Minicomputer, ein Bildschirm und ein Tastenfeld befinden. Die Nutzer verbinden ihre Mastercard, Visa- oder American-Express-Accounts mit der „Da Vinci Choice“-Karte.

Um die verschiedenen Zahlungsmöglichkeiten nutzen zu können, verwenden die Nutzer eine Universal-PIN. Unter anderem beim Abheben hoher Summen oder bei Restaurantbesuchen besteht die Möglichkeit, eine temporäre PIN zu erstellen, um potenziellen Kartenmissbrauch zu verhindern. Auch ein kontaktloses Bezahlen ist mit der Karte von ScramCard möglich.

 

Fazit

Wer im Einzelhandel überleben will, muss experimentierfreudig sein und möglichst viele Touchpoints in der immer komplizierteren Customer Journey abdecken. Der Trend zum Omnichannel, bei dem Offline- und Online-Angebot verknüpft wird, macht somit Sinn. Doch damit ist nicht Schluss. Wer in Zeiten der Digitalisierung immer am Puls der Kunden sein und neue E-Commerce-Trends aktiv mitgestalten will, muss innovativ sein. Wie das gehen kann, zeigen beispielsweise Amazon und eBay.


Dieser Beitrag ist ein Auszug aus dem netz98-Magazin „Zukunftsthemen“. In der aktuellen Ausgabe geht es unter anderem um die Digitalisierung von Unternehmen, E-Commerce-Trends und innovative Konzepte. Die „Zukunftsthemen“ können Sie hier kostenlos herunterladen:

 

 

Bilder: Freepik, Fabletics, Bellroy, Otto, ScrumCard, Trendexplorer, Mockdrop.io

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