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Teaserbild Einstieg E-Commerce
23. Oktober 2020 von in Digitalisierung

Einstiege in den E-Commerce: Die 5 schnellsten Wege

Steigende Umsätze im E-Commerce veranlassen viele Unternehmen auf den Zug mit aufzuspringen und auch in den Onlinehandel einzusteigen. Sowohl im B2B als auch im B2C-Geschäft laufen Einkaufsprozesse zunehmend digital ab. Doch wie gelingt der Start in den Onlineverkauf am besten? Unser Listicle zeigt fünf verschiedene Möglichkeiten, wie Unternehmen in den E-Commerce einsteigen können.

 

Wer nicht mit der Zeit geht, wird mit der Zeit gehen

Für Internetnutzer gehört es mittlerweile zur Normalität, Produkte online zu kaufen und diese innerhalb weniger Tage nach Hause geliefert zu bekommen. Diesen Vorteil – und noch viele weitere wie beispielsweise die Möglichkeit rund um die Uhr einzukaufen oder eine größere Auswahl zu haben – bieten Onlineshops.

Umfrage statista

Um mit der Konkurrenz mithalten zu können, ist ein Onlineshop Pflicht. Da die Umsetzung einer E-Commerce-Plattform in der Regel jedoch auch eine hohe Investition fordert, schrecken einige Unternehmen vor dem Schritt in die Digitalisierung zurück. Doch gerade die letzten Monate zeigen, wie wichtig es ist, sich flexibel an Begebenheiten anzupassen. So müssen auch stationäre Händler umdenken und sich die Frage stellen, ob sie ihre Produkte zukünftig zusätzlich online anbieten.

 

Viele Wege führen zur E-Commerce-Plattform

Wer überlegt seine Produkte über eine Online-Plattform zu verkaufen, steht vor verschiedenen Herausforderungen. Neben der Wahl des passenden Shopsystems muss sich das Unternehmen auch Gedanken über die richtige Finanzierungsform machen und sich über seine Möglichkeiten informieren. Zusätzlich kommen Fragen auf wie „Benötige ich einen eigenen Webshop? Ist es möglich, ,klein‘ in den E-Commerce zu starten? Wie finanziere ich meine E-Commerce-Plattform?“ Antworten auf all diese Fragen haben wir in den folgenden Punkten zusammengetragen.

 

1. MVP

Schritt für Schritt in die digitale Transformation – ein MVP, kurz für Minimum Viable Product, verspricht genau das. Darunter versteht man die erste minimal funktionsfähige Iteration eines Produkts, die nach und nach erweitert werden kann. Die extrem abgespeckte aber nutzbare Fassung einer Produktvision besitzt nur wenige Funktionen. Beim MVP handelt es sich um einen kostengünstigen und vor allem schnellen Einstieg in den E-Commerce. Meist benötigt die Entwicklung und Umsetzung des Minimum Viable Products nur wenige Wochen. Das fertige MVP kann in weiteren Entwicklungsphasen nach Bedarf schrittweise durch verschiedene Funktionen ergänzt werden. Gerade dann, wenn ein Unternehmen kurzfristig mit seiner E-Commerce-Plattform online gehen möchte und bereits genaue Vorstellungen davon hat, wie der Onlineshop aussehen soll und welche Funktionen dieser abdecken muss, bietet sich die schrittweise Digitalisierung mithilfe eines MVP an.

 

2. E-Commerce-Leasing

Eine weitere Möglichkeit in den E-Commerce einzusteigen ist das E-Commerce-Leasing. Dabei teilen sich die Kosten für die Umsetzung der E-Commerce-Plattform auf monatlich gleichbleibende Raten über eine vorab abgestimmte Laufzeit auf. So können Unternehmen auch mit wenig Budget direkt ins E-Business einsteigen, ohne bei ihrer E-Commerce-Plattform Abstriche machen zu müssen. Auch notwendige Sofware-(Lizenz)-Kosten, Kosten für die Hardware sowie Personalkosten auf Unternehmensseite können mit dem E-Commerce-Leasing monatlich beglichen werden. Die smarte Finanzierungsform bietet einige Vorteile. Neben einer genauen Planbarkeit der Kosten und der flexiblen Laufzeitgestaltung, können Unternehmen mit dem E-Commerce-Leasing ihre Liquidität schonen und haben so mehr Kapital – zum Beispiel für die Vermarktung der Plattform – zur Verfügung. Zudem zahlt das Unternehmen dank dem „Pay-as-you-earn“-Prinzip erst dann für die E-Commerce-Plattform, wenn diese online ist und von Kunden genutzt werden kann. Das finanzielle Risiko verringert sich also deutlich.

 

3. Kooperationen

Gerade stationäre Händler stehen oft vor dem Problem, dass sie nicht das nötige Budget für eine eigene E-Commerce-Plattform besitzen. Eine Möglichkeit trotzdem in den E-Commerce zu starten, ist die Gründung einer Kooperations-Plattform, über die mehrere Händler gemeinsam ihre Produkte vertreiben. Vor allem in den letzten Monaten haben sich stationäre Händler zum Beispiel aus einer Stadt oder einem Stadtteil zusammengeschlossen und eine E-Commerce-Plattform gegründet. Die Vorteile liegen auf der Hand. Neben der Aufteilung der Kosten für die Plattform teilen sich die Partner auch die Vermarktungskosten. Zudem können Cross-Sellings zwischen den einzelnen Händlern entstehen, da sich die Kunden bereits auf der Plattform befinden und so neue Produkte eines anderen Händlers entdecken können. Ein Nachteil besteht darin, dass alle Entscheidungen der Plattform gemeinsam getroffen werden müssen und die Händler somit an Flexibilität verlieren.

Ein Beispiel für eine gelungene Kooperations-Plattform stellt unser Kunde Eurobaustoff dar. Für Europas umsatzstärkste Kooperation mittelständischer Bau-, Holz- und Fliesenfachhändler hat netz98 eine Master-Klon-Plattform umgesetzt. Dahinter steckt die Idee, eine Informations- und E-Commerce-Plattform als Basis zu kreieren, von der aus beliebig viele Shops, sogenannte Klone, abgeleitet werden können. Durch die gemeinsame Basis profitieren die Fachhändler neben der Kosteneinsparung auch durch die zentrale Speicherung gemeinsamer Inhalte wie Artikeldaten, Bilder und Texte. Das Besondere dabei ist, dass sich die Klone der einzelnen Gesellschafter trotz gemeinsamen Masters sowohl in ihren Funktionen als auch optisch unterscheiden können und die Händler so beim Look-and-Feel ihres Shops flexibel bleiben.

 

4. Fördermittel

Ein Einstieg in den E-Commerce kann auch durch die Beantragung und Nutzung von Fördermitteln gelingen. Der Staat hat Interesse daran, die Wirtschaft stabil zu halten und hat die Wichtigkeit und Chancen der Digitalisierung erkannt. Um Unternehmen in ihren Digitalisierungsvorhaben zu unterstützen, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie verschiedene Fördermittelprogramme für Digitalprojekte und den Einstieg in den E-Commerce vereinbart. Die Programme sprechen vor allem den für Deutschland so wichtigen Mittelstand an. Gefördert werden bei den Programmen sowohl Beratungsleistungen als auch IT-Investitionen. Zudem wird in die Qualifizierung und das digitale Know-how der Mitarbeiter investiert. Über Förderungen in Digitalisierungsprojekte wie zum Beispiel das Förderprogramm „Digital Jetzt – Investitionsförderung für KMU“ können Firmen sich auf der Website des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und in der Förderdatenbank der jeweiligen Länder informieren.

 

5. Marktplatz

Um Produkte online zu verkaufen, muss der Händler nicht zwangsläufig einen eigenen Webshop besitzen. Neben der bereits angesprochenen Möglichkeit der Kooperations-Plattform, können Händler ihre Ware auch auf digitalen Verkaufsplattformen verkaufen. Die „Marktplätze“ funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie physische Einkaufszentren. Dabei sind verschiedene Händler unter einem Dach vereint und verkaufen über dieselbe Plattform ihre Produkte. Ein Marktplatz hat für den Händler den Vorteil, dass bereits ein Kundenstamm existiert. Zudem profitiert er von der bereits bestehenden Infrastruktur und den integrierten Funktionen der E-Commerce-Plattform. Jedoch geht hierbei auch die Flexibilität des einzelnen Händlers verloren. So kann dieser in der Regel die Präsentation seiner Produkte nur geringfügig mitbestimmen und auch die Anpassung von Prozessen ist nur selten möglich. Zudem verdient der Marktplatzbetreiber bei jedem verkauften Produkt mit und gibt Vorgaben zu Verkaufskonditionen.

 

Sie möchten in den E-Commerce einsteigen? Als Magento-Partner haben wir schon zahlreiche E-Commerce-Projekte betreut und umgesetzt.  Wir beraten Sie gerne zu Ihren Möglichkeiten und finden gemeinsam mit Ihnen die passende Lösung für Ihr Unternehmen.

 

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