In diesem Teil unserer Blogserie zum Thema PIM, E-Commerce und Magento geht es um die Verwaltung von Media-Assets, allen voran Bildern und die Verbesserung der User Experience.

 

Bilder beeinflussen die User Experience – Zwei Beispiele:

Man sieht einen Gasgrill in einem Katalog, der in der Totalen ganz praktisch ausschaut. Bei dem günstigen Angebot bleiben allerdings Zweifel über die Verarbeitungsqualität, die nur ein genauer Blick auf die Details ausräumen kann. Leider gibt es bei der Recherche im Onlineshop nur wieder das gleiche Produktbild – in niedriger Auflösung – und ohne weitere Detailansichten. Vielleicht bleibt der Kunde an dem Artikel interessiert, die erste Chance ist aber vertan. Oder ein Nutzer sucht über den Filter eines Onlineshops nach roten Schuhen. Die Produktvorschau fördert aber ein Dutzend braune Slipper zutage. Die können dann noch so schick sein, viele Kaufwillige brechen an dieser Stelle ab und suchen in einem anderen Onlinestore weiter.

 

Das Problem

In beiden Fällen wurde die Nutzererwartung enttäuscht und die Chance zur Konversion vertan. Im ersten Fall liegt es an dem für den Kanal ungeeigneten oder mangelhaften Bildmaterial – Online setzt mittlerweile großformatige, hochauflösende Bilder voraus, in die man im Idealfall hineinzoomen kann. Im zweiten Fall liegt das Problem wahrscheinlich an der fehlerhaften Attribuierung der Bilder (braune Schuhe tragen auch das Merkmal rot) oder an einer fehlerhaften Datenbankabfrage. Das Management und die Bereitstellung der Bildinhalte sind also nicht gut gelöst.

 

Die Lösung

Abhilfe schaffen hier PIM-Systeme, die neben den reinen Produktinformationen auch Mediadaten in einer Datenbank sinnvoll verwalten können, die also über ein Media Asset Management (MAM) verfügen. Assets sind neben Inhalten wie Bildern und audiovisuelle Medien auch Gestaltungselemente wie Schriften oder Templates – und Metadaten. Das sind z.B. Urheber, Datum, Nutzungsrechte, Auflösung, Version aber auch Motivbeschreibungen, Verknüpfungen und Abhängigkeiten sowie Schlagworte wie die Farbe Rot.

 

das richtige Produktbild sorgt für bessere User Experience

Die richtige Basis für eine gute User Experience

Um Inhalte effizient zu verwalten, braucht es zuerst eine zentrale Ablage, eine klare Struktur und ein möglichst präzises Regelwerk, das definiert, wer welche Inhalte nach welchen Kriterien in diesen Strukturen ablegen und auch bearbeiten darf. Braucht man dazu aber wirklich ein PIM/MAM? Es kommt darauf an! Natürlich gäbe es hier die Möglichkeit, Mediadateien in einer eigenen Ordnerstruktur mit entsprechender Dateibenamung einfach auf dem Office-Server zu pflegen.

 

Warum nicht manuell pflegen?

Dieses Vorgehen stößt umso schneller an seine Grenzen, je komplexer die Anforderungen an den Produktiveinsatz von Mediainhalten sind. Neben simplen Fehlern bei der manuellen Bearbeitung hat jeder Mitarbeiter ein etwas anderes Verständnis der Ablageordnung und ihrer Regeln, wodurch es schnell zu Wildwuchs kommt. Außerdem interpretiert naturgemäß jeder Mensch Inhalte aufgrund seiner Erfahrungen unterschiedlich: Was für den einen ein Boot, ist für den anderen ein Schiff.

 

Hinzu kommen Einschränkungen bei der Angabe der genannten Metainformationen. Dateinamen wie:

 

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sind einfach nicht mehr vernünftig zu handhaben.

 

Teuer und ungenau!

Der administrative Aufwand wird zum problematischen Zeitfresser und geht zu Lasten der Produktivität, wenn aus dieser Form der Datenhaltung unterschiedlichste Kanäle wie E-Commerce, Onlinemarketing und Print bespielt werden sollen. Und schon bei der Zuordnung der richtigen Bilder und Videos zu den Produkten eines Onlineshops steht man vor der Frage, ob das vorhandene Bildmaterial nun aktuell, korrekt und für den benötigten Anwendungsfall geeignet ist.

 

Aufgaben des PIM / MAM

PIM- bzw. MAM-Systeme ermöglichen eine einheitliche, strukturierte Datenbasis, auf die man jederzeit schnell zugreifen kann. Moderne PIM-Systeme unterstützen bei der Anlage neuer Inhalte durch intuitive Workflows, eindeutige Klassifikationsstandards, einfache Verknüpfungsmöglichkeiten und vielfältige Import/Export-Formate und eine leistungsfähige Konvertierung. Eine Vielzahl der Arbeitsabläufe wie Upload, Versionierung, Verschlagwortung, Dublettencheck, Archivierung oder die Bereitstellung für bestimmte Kanäle können dabei vollständig oder in Teilen automatisiert erfolgen: Was nicht nur Zeit und Kosten spart, sondern auch für einen sauberen, also aktuellen, korrekten und sinnvoll getaggten Datenbestand sorgt.

 

Die höchste Effizienz, insbesondere bei einer crossmedialen Nutzung der Assets, erreicht man durch die Speicherung der Daten in der höchstmöglichen Qualität – bei Bildern etwa in einem verlustfreien Format und im originalen Farbschema RGB. Auf diese Art lassen sich etwa 80-90 Prozent der Anwendungsfälle sicher abdecken.

 

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