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Magento imagine 2017

Frontend Themen 2017 bei Magento Commerce

Eigentlich ist die Imagine ja schon etwas zu lange her für einen Recap. Unsere Regalsprecher-Autorin Maria, Frontend-Entwicklern bei netz98, hat allerdings noch einige Eindrücke und Hintergrundinformation zusammengetragen, die absolut lesenswert sind, darunter auch ganz persönliches.

 

4 Tage Vegas – Amazing

Fangen wir vorne an: Las Vegas ist, um es mit den Worten eines Amerikaners zu sagen: wirklich „amazing“! Die Stadt ist einfach total verrückt und so surreal. Sei es der Stil der Hotels, die Wasserspiele am Strip, die Getränke, die Casinos, die Restaurants, die Werbebanner in der Stadt: Bei allem ist immer eine ordentliche Schippe Kitsch, Glamour und Übertreibung oben drauf. Unglaublich Schillernd! Beeindruckend ist die dabei herrschende absolute Gelassenheit und Ruhe. Nichts ist überlaufen, es gibt kaum Staus oder Menschen-Trubel und man findet immer einen Parkplatz – da sind wir hier in der Rhein-Main Gegend doch anderes gewohnt.

 

Persönliche Herausforderung

Auch die Esskultur weicht etwas von meinem Ernährungsplan ab – obwohl Ernährungspläne doch ursprünglich ein amerikanischer Hype sind. Nachdem das kalorienreduzierte „Fit Slam“-Frühstück aber leider nicht so lecker war, wie erhofft, bin ich dann doch auf den empfohlenen French Toast umgestiegen. Und was soll ich sagen: Das können sie wirklich die Amerikaner!! Da unterbricht man gerne jeden Diätplan 😀 (Aber keine Ahnung, wie man das länger als eine Woche aushält).

Beeindruckend waren aber nicht nur die Stadt, der Hoover Dam und der Grand Canyon, sondern auch die Magento Imagine! In den prächtigen und teilweise monumentalen Konferenzräumen des Wynn Hotels fanden über 2.700 Konferenzteilnehmer Platz. Allein die Masse der begeisterten Magento-Mitstreiter weckt  zu einem Motivationsschub, den man – wieder Zuhause angekommen – am liebsten mit jedem teilen möchte.

 

3 Tage Imagine

Ok, für mich privat, die ich zum ersten mal in Vegas war, hatte die Stadt natürlich einen ganz besonderen Reiz – und wir sehen uns sicher wieder. Aber als Magento Frontend-Developer habe ich auch noch andere Interessen: Ich wollte wissen, wie Magento selbst und auch die anderen aus der Community – also Entwickler, Agenturen und Webshopbetreiber – mit der E-Commerce-Plattform arbeiten und mit welchen Schwerpunkten sie diese weiterentwickeln. In den drei Konferenztagen standen doch einige Vorträge und Tracks auf der Agenda. Für mich war die Auswahl allerdings leicht, da die Frontend-Vorträge nie parallel liefen. Aber auch wenn dieser Themenbereich überschaubar blieb, so hatten die Vorträge durch die Speaker doch ein besonderes Gewicht – die meisten kamen von Magento selbst.

 

Mobile und mobile payment

Über allem stand in diesen Vorträgen die zunehmende und immer wichtiger werdende E-Commerce Zielgruppe: die mobilen Benutzer. Klar, Smartphones gibt es schon lange, aber der digitale Kaufprozess fand zumeist noch am Desktop statt – das hat sich mittlerweile stark verändert. Ben Marks (Magento Evangelist) und Jon Higby (PayPal) zeigen in Ihrer Präsentation auf, wie hoch jedoch die Ansprüche der mobilen Benutzer sind: Ein Eingabefeld zu viel und der Nutzer verlässt die Seite und bricht den Kaufprozess ab. Es würde zu lange dauern oder er hat einfach keine Lust, so viel zu tippen. Vor allem der Bezahlvorgang im mobilen Onlineshop ist eine der größten Challenges für den Webseitenbetreiber. Bietet man dem Nutzer aber beispielsweise eine auf sein Gerät abgestimmte Zahlart (z.B. Apple Pay – das laut jüngsten Gerüchten doch noch diesen Jahr kommen soll – oder Android Pay) an, kann er mit nur einem Klick seine Bestellung bequem abschließen. Durch einen besseren Bezahlprozess und eine optimierte User Experience (wobei ein Responsive Design nicht automatisch bedeutet, dass diese gegeben ist) könnte man die Nutzer, die aktuell ihren Kaufprozess abbrechen, dazu gewinnen. Diese machen ca. 50% mehr Umsatz aus! Nicht nur in diesem Vortrag wurde übrigens im Zusammenhang mit dem Bezahlprozess das Braintree Modul erwähnt, das in Magento 2 bereits mit ausgeliefert wird. Diese Payment-Lösung von PayPal bietet – neben PayPal selbst – verschiedene weitere Zahlungsmethoden darunter auch z. B. auch die oben genannten Apple Pay und Android Pay Methoden.

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Progressive Web Apps

In einer Präsentation von Adam Brown (Gorilla Group), Peter McLachlan (Mobify) und James Zetlen (Front-End Architect von Magento) wurde für eine relativ neue Technik im Bereich mobiler Webseiten geworben, die eine Alternative zum gängigen Responsive Design darstellt: die „Progressive Web Apps“. Dabei handelt es sich um Webseiten, die optisch von einer mobilen App kaum zu unterscheiden sind. Außerdem sind sie schnell und reagieren auf Nutzereingaben und -gesten genauso flüssig, wie eine native App. Die technische Umsetzung erfolgt über die normalen Web-Technologien HTML, CSS sowie Javascript. Und da sie im Browser geöffnet werden, sind sie für alle Endgeräte gleichermaßen lauffähig. Die Nutzer können sich sogar Desktop Icons dafür anlegen, um sie wie eine App schnell zu öffnen. Offline kann man sie theoretisch auch verwenden. Auch wenn es wunderbar einfach scheint, ist es in der Praxis dennoch eine Herausforderung. Allein die Offline-Nutzung muss gut durchdacht sein und auch die Performance oder flüssige Benutzung programmieren sich nicht von alleine. Für mich ist dies jedoch gerade der Motivator, Challenge accepted!

 

Modulare User Interfaces

Eine weitere Herausforderung für uns Entwickler sind seit Magento 2 die sogenannten UI Components. Diese bilden ein System, das es ermöglicht, modulare User Interfaces aufzubauen wie Formulare oder die Daten-Tabellen, die man aus dem Admin-Backend kennt. Aber auch viele Bausteine im Shop-Frontend basieren darauf und ihr Aufbau sowie die Funktionalität sind sehr komplex. James Zetlen (Front-End Architect von Magento) erklärte in seinem Beitrag „Everything Was UI Components & Nothing Hurt“ warum sie so komplex aufgebaut sein müssen und gab einen Überblick über den aktuellen Stand sowie einen Ausblick der Entwicklung. Neben dem Aufzeigen der Vorteile – aber auch der Hürden, die es noch zu bewältigen gilt – feuerte er uns mit seinem Temperament geradezu dazu an, mit den Komponenten zu arbeiten. Für Feedback ist Magento hier offen, denn die „Developer Happiness“ sei ihnen sehr wichtig. Also: ran an den Code! 🙂

 

Community-Treff für (Frontend)-Developer

Apropos Feedback: Das absolute Highlight für mich bei der diesjährigen Imagine war eine Veranstaltung am letzten Tag, die sich DevExchange nannte. Hierfür fand im Vorfeld eine Themenauswahl der Community statt und zu jedem Thema gab es dann einen Tisch, an den man sich dazusetzen konnte. Sofort entstanden spannende Diskussionen, tolle Ideen und ein reger Austausch unter den Entwicklern zu den einzelnen Themen. Neben einigen Backend-Themen, gab es auch zwei Frontend-Gesprächsrunden, die ich mir natürlich nicht entgehen lies (Eine Zusammenfassung des Frontend-Themas hat Alan Kent, Magento Chief Architect und ein absolutes Genie, übrigens bereits veröffentlicht). Das Beste daran war, dass an jedem Tisch ein Magento-Core-Entwickler teilgenommen hat, der sowohl mitdiskutiert hat als auch Fragen beantwortete und Feedback der Anwesenden mitnahm. Vielen Dank dafür!!

 

Alles in allem bin ich also ziemlich begeistert aus Las Vegas wieder zurückgekehrt! Danke an dieser Stelle auch an meine Kollegen Ralf, Alex und Christian (der seine persönlichen Eindrücke in unserem Entwickler-Blog dev98.de beschrieben hat) für die tolle Woche!

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