Home » Download » Enterprise Commerce: Prozesse erkennen, verstehen, verändern

Enterprise Commerce: Prozesse erkennen, verstehen, verändern

Ohne Digitalisierung geht es nicht. Deswegen investieren immer mehr Unternehmen unter anderem in digitale Commerce-Plattformen, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Dabei geht es längst nicht nur um den Vertriebsweg „Internet“, sondern um den Gedanken, den E-Commerce als einen servicefokussierten, ganzheitlichen Enterprise-Commerce zu nutzen.  Die konkreten Bedürfnisse der Kunden bzw. Nutzer gilt es hierbei ebenso zu evaluieren, wie die spezifischen Anforderungen des Unternehmens – und diese mit den technologischen Möglichkeiten abzugleichen.

 

Wie können sich Unternehmen dem servicefokussierten Ansatz strategisch und auch praktisch nähern? Wir zeigen, wie man in fünf Schritten seine Commerce-Prozesse zukunftsfähig macht.

 

Schritt 1: Simplicity ist beim Commerce das oberste Gebot

Bevor man überhaupt damit beginnen kann, Services zu entwickeln und auf die konkreten Bedürfnisse der Kunden sowie die möglichen Mehrwerte seitens des Unternehmens einzugehen, gilt es, sich eines vor Augen zu führen: Ziel sollte immer eine Erleichterung und Vereinfachung sein. Diese Einfachheit kann unterschiedliche Dimensionen annehmen – zum Beispiel die Interaktion zwischen Unternehmen bzw. System auf der einen und Kunde bzw. Nutzer auf der anderen Seite. Es kann aber eben auch die Interaktionen zwischen den Systemen innerhalb des Unternehmens als weitere Dimension geben.

 

Daraus folgt: Simplicity bedeutet zum einen eine Erleichterung der Interaktion zwischen Unternehmen und Kunden durch entsprechende Services und zugleich auch eine Vereinfachung der internen Interaktion durch schlanke, automatisierte Prozesse und smarte Schnittstellen.

 

Schritt 2: Welches Prozess- und Informationsnetz besteht schon im Unternehmen?

Mit dem Ziel der Vereinfachung sollten sich Unternehmen anschließend einen konkreten Überblick über die eigenen Prozesse verschaffen. Dazu ist ein moderierter Dialog mit allen relevanten Stakeholdern erforderlich. Das heißt: Ein Gespräch mit der IT-Abteilung, mit Marketing und Vertrieb sowie mit den jeweiligen Projektverantwortlichen. Erst daraus ergibt sich ein Gesamtbild aus den Prozessen bzw. Informationsflüssen zwischen Kunden, Mitarbeitern und Systemen: Welche Informationen bekommt beispielsweise der Außendienst vom Kunden, welche der Kundenservice? Welche Daten hat der Kunde tatsächlich angegeben und wie werden sie im System erfasst bzw. aufbereitet?

 

Das Ziel muss stets sein, ein vollständiges, umfassendes Bild jeglicher Vernetzungen im Unternehmen aufzuzeigen. Häufig ist dabei die Reflexion eigener Vorgehensweisen und Strukturen für die Verantwortlichen ein sehr emotionales Thema. Daher empfiehlt sich ein moderierter Dialog (zum Beispiel durch einen erfahrenen Dienstleister) als Anforderungsworkshop.

 

Schritt 3: Prozesse müssen hinterfragt und überdacht werden

Auf Basis der vorhandenen Prozess- und Informationsflüsse muss dann eine Priorisierung stattfinden: Was sind zentrale oder periphere Prozesse? Welche Abläufe wiederholen sich häufiger, welche nur selten? Wichtig dabei ist es, die begrenzte Perspektive der einzelnen Fachabteilungen durch eine neutrale Übersicht aufzulösen. Nur so lassen sich auch Prozessbrüche und Schwachstellen innerhalb der Fachbereiche, aber vor allem abteilungsübergreifend identifizieren.

 

An dieser Stelle gilt es einerseits, die Prozesse zu bewerten, anderseits auch die korrespondierenden Systeme hinsichtlich Performance, Zuverlässigkeit und mobiler Verfügbarkeit zu überprüfen. Beide Aspekte lassen sich gut in einer Matrix gegenüberstellen und dann aus Nutzersicht nachvollziehen, um so die Potenziale ausmachen zu können, die eine wirkliche Vereinfachung erzielen.

 

Schritt 4: Die Anpassung von Prozessen erfolgt individuell

Bei der Modellierung der Prozesse muss man sich fragen, ob die E-Commerce-Prozesse an die etablierten Geschäftsabläufe angepasst werden müssen, oder ob nicht umgekehrt das Unternehmen eher davon profitiert, wenn es die eigenen Prozesse ganz gezielt für einen Enterprise-Commerce weiterentwickelt.

 

Grundsätzlich gilt: Je weitreichender der Service-Gedanke gehen soll, desto sinnvoller ist eine ganzheitliche Neuausrichtung aller Prozesse. Entscheidend ist hier, die klassischen Widerstände im Unternehmen und die persönlichen Bedenken der Mitarbeiter ernst zu nehmen, abzubauen und schließlich Vertrauen in das Neue zu schaffen.

 

Schritt 5: Technologie ist der Enabler für die Umsetzung neuer Prozesse

Wer sich wirklich in die Prozessstruktur vertieft, wird schnell feststellen, dass ein Wandel mit serviceorientierter Ausrichtung die bestehende Komplexität noch verstärkt. Folglich kommen Unternehmen nicht umhin, nach einer Technologie-Lösung zu suchen, die das Prinzip der Simplicity wieder umsetzbar macht.

 

Bei der Wahl einer entsprechenden Software bzw. des passenden Dienstleisters sind die vorherigen Schritte eine gute Basis, um festzuhalten: Was ist der Bedarf? Welche Prozesse gibt es? Wo besteht Optimierungsbedarf? Hier kann auch eine negative Anforderungsliste hilfreich sein, mit der man auf die Suche nach passenden Lösungen geht.

 

Ideal ist es, wenn man dabei auf einen Full-Service-Anbieter trifft, der das ganze Spektrum für den Aufbau eines Enterprise Commerce abdecken kann – also nicht nur zukunftsfähige Technologien zur Verfügung stellt, sondern diese auch kundenspezifisch zum Einsatz bringt.

 


Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem E-Book „United E-Commerce Power-Kit – So bleiben Sie fit im Online-Business“, das zum kostenfreien Download bereitsteht.

 

Ihr Kontakt

Hartwig Göttlicher
Head of Business Development
Enterprise E-Commerce – Vereinfachung bietet Mehrwert
Enterprise Commerce

Die Maxime eines jeden Unternehmens lautet Wachstum durch Steigerung der Produktivität oder besser des Umsatzes. Dafür müssen Abläufe so effizient Read more

B2B E-Commerce hat andere Herausforderungen
B2B E-Commerce Herausforderungen

Der B2B E-Commerce ist komplexer und anspruchsvoller als der Onlinehandel mit Endkunden. Und er erschöpft sich nicht in der so Read more

KI-Agenten im Einzelhandel: Die Zukunft der Automatisierung 
Roboterhand schiebt einen kleinen Einkaufswagen mit Paketen – Symbol für KI-Agenten im Einzelhandel bzw. intelligente Automatisierung im Einzelhandel.

Entdecke, wie KI-Agenten den Einzelhandel revolutionieren – mit Automatisierung, Personalisierung und Wettbewerbsvorteilen für Händler!

Digitalisierung Baubranche: So funktionieren erfolgreiche Onlineshops für den Baustoffhandel
Ein Mitarbeiter des Baustoffhandels prüft digitale Bestellprozesse am Laptop – Beispiel für die Digitalisierung in der Baubranche

Erfahren Sie, wie Digitalisierung die Baubranche verändert – mit Best Practices zu Onlineshops im Baustoffhandel. Jetzt hier lesen!

Kostenoptimierung im digitalen Vertrieb: Erfolgreich Servicekosten im After Sales senken
Eine Person im grauen Anzug hält ein Smartphone in der Hand. Über dem Gerät sind zwei Infografiken eingeblendet: Links ein steigendes Balkendiagramm mit dem Begriff „Quality“ und einem nach oben gerichteten Pfeil, rechts ein fallendes Diagramm mit dem Begriff „Cost“ und einem abwärts gerichteten Pfeil. Die Visualisierung symbolisiert Kostenoptimierung im digitalen Vertrieb – durch höhere Qualität bei gleichzeitig sinkenden Kosten, etwa durch Prozessautomatisierung im After Sales.

Entdecken Sie, wie Prozessautomatisierung & Self-Service-Portale Ihre After-Sales-Kosten optimieren & die Kundenzufriedenheit steigern!

B2B Kundenbindung: Welche erfolgreichen Maßnahmen setzt der Großhandel im E-Commerce ein?
Collage aus Bildern, die Beschäftigte unterschiedlicher Branchen bei der Arbeit zeigen.

Maßnahmen zur Kundenbindung spielen im B2B Großhandel eine entscheidende Rolle für den Erfolg. Jetzt hier valantic Beispiele aus der Praxis!

B2B Online-Shop: Die 5 wichtigsten Anforderungen für Erfolg
Zwei Mitarbeitende in Werkstattumgebung analysieren gemeinsam Daten auf einem Laptop – sinnbildlich für die Digitalisierung im B2B bzw. für den Weg zum zukunftssicheren B2B Online-Shop.

Erfahren Sie, welche 5 Faktoren für den B2B Online-Shop 2025 entscheidend sind – von Self-Service bis Systemintegration. Jetzt informieren!

Personalisierung: Volles Potenzial mit Adobe Journey Optimizer
Eine Frau arbeitet konzentriert an einem Holztisch mit Laptop, Smartphone und Unterlagen. Auf dem Laptop ist eine grafische Benutzeroberfläche zu sehen, auf dem Smartphone eine Nachricht oder Anwendung. Die Szene symbolisiert datenbasiertes und kanalübergreifendes Arbeiten. Der Adobe Journey Optimizer, in dem es in dem Blogbeitrag geht, ermöglicht solche vernetzten Echtzeit-Interaktionen.

Personalisierung mit Adobe Journey Optimizer, Adobe Analytics und Adobe Target – volles Potenzial nutzen. Lesen Sie hier die Details!

Über den Autor