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Schnittstellen B2B

Von Schnittstellen und anderen Flaschenhälsen

Im B2B-Commerce ist ein reibungsloses, zeitsparendes Zusammenspiel von Herstellern, Lieferanten, Händlern und Einkäufern neben dem Preisleistungsverhältnis eines der wichtigsten Kriterien für eine erfolgreiche E-Commerce-Strategie. Die Vielzahl an gleichzeitigen und verschränkten Prozessen – etwa kundenindividuelle Preisberechnungen, Bestellungen, Bestandsaktualisierungen – setzt dabei ein hohes Maß an Automatisierung voraus. 

 

Das ERP ist das führende System

Dreh- und Angelpunkt dieser automatisierten Interaktion ist das ERP (Enterprise Resource Planning) System mitsamt den dazugehörigen Systemen (PIM, CRM, etc.) des Betreibers einer B2B-Commerce-Plattform. Hier laufen alle Daten wie Preise, Bestände, Produkt- und Kundeninformationen zusammen. Die Shopsoftware selbst sollte lediglich diese Daten performant abbilden bzw. die dort generierten Daten weiterleiten können. Hierbei kommt einerseits der nahtlosen Integration der E-Commerce-Software in das Backendsystem und andererseits einer schnellen Kommunikation zwischen den einzelnen Backendsystemen eine große Bedeutung zu. Eine flache Schnittstellenarchitektur sorgt hier dafür, dass die Informationsübertragung an diesen Punkten nicht zum Flaschenhals der B2B-Commerce-Plattform wird.

 

Individuellen Systemanpassungen Rechnung tragen

Bei den ERP-Systemen handelt es sich in der Hauptsache um SAP, Microsoft Dynamics, Infor, Oracle oder Sage, die aber meist noch individuell auf die Bedürfnisse der Kunden angepasst und mit weiteren Systemen verbunden sind, um die individuellen Workflows unserer Kunden abzubilden. Diesen individuellen Anpassungen müssen wir mit unseren Schnittstellenkonzepten Rechnung tragen.

 

Das kann aber nur gelingen, wenn wir uns jedes System einzeln vornehmen und dabei immer auf höchste Qualität und Qualitätssicherung achten – vor allem auch wegen des Austauschs personenbezogener und unternehmenskritischer Daten. Wie das im Einzelnen aussieht, wie wir dabei vorgehen und auch rentabel bleiben, werde ich nächste Woche am Beispiel von SAP erklären.

Über den Autor / die Autorin

Comments (2)

  • Daniel Peters

    Hallo Herr Lieser,
    ich kann Ihnen nur zustimmen. Der Einsatz einer E-Commerce-Plattform bei Händlern – insbesondere denen, die schon etablierte Prozesse mitbringen – ist sehr oft von individuellen Anpassungen geprägt und nur selten standardisierbar.

    Wie oft höre ich „Haben Sie auch eine Schnittstelle zwischen XX und YY?“ – selbst wenn eine Schnittstelle existiert, deckt diese nur sehr selten den wirklichen Anwendungsfall des Kunden ab. In der Regel muss dann doch eine individuelle Programmierung her.

    Dazu kommt der Automatisierungsgrad: Der Wunsch nach vollständiger Automatisierung ist nachvollziehbar, aber in der Praxis nur dann machbar, wenn sich jemand vor Ort um die Wartung der automatischen Prozesse kümmern kann. Den Endanwendern kann man das Prüfen von Fehlerprotokollen kaum zumuten. In den Fällen, in denen insbesondere bei kleineren Onlinehändlern kein Administrator vor Ort ist, setze ich auf Lösungen, mit denen die Endanwender direkt arbeiten können (z. B. mit Windows-Oberfläche) und sofortiges Feedback von der Schnittstelle erhalten.

    Wie gehen Sie da in der Regel vor? Laufen Ihre Schnittstellen komplett im Hintergrund oder schaffen Sie auch Lösungen, die mehr an den Anwender gerichtet sind?

    Viele Grüße
    Daniel Peters

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