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B2B E-Commerce Shopsystem
7. Juli 2015 von in B2B E-Commerce

Wie man den passenden B2B-Shop findet

Für die Entwicklung der meisten Onlineshopsysteme standen B2C-Szenarien Pate. Das Geschäftskundensegment stellt allerdings ganz andere, wesentlich komplexere Anforderungen an eine E-Commerce-Plattform. Im Folgenden habe ich einige Kriterien zusammengestellt, anhand derer man entscheiden kann, ob ein Shopsystem sich auch für den Einsatz als B2B-Shop eignet:

1. Systemintegration

Im Consumer-Onlinehandel werden E-Commerce-Plattformen oftmals zusammen mit entsprechenden Backend-Systemen innerhalb eines initialen E-Commerce-Projektes aufgesetzt. Im B2B-Umfeld müssen sich die Shopsysteme hingegen meist in eine gewachsene, vielschichtige Anwendungslandschaft bestehend aus ERP-, CRM- und CMS-Lösungen sowie etlichen Fachanwendungen integrieren. Fehlende Schnittstellen, hoher Customizing-Aufwand aufgrund geringer Modularität sowie ein niedriges Integrationsniveau sind daher Ausschlusskriterien. Welcher Aufwand damit bei B2B-Shops einhergehen kann, und wie man ihn vermeidet, hat mein Kollege Ralf Lieser in diesem Beitrag dargestellt.

 

2. Serverarchitektur

Eine performante und stabile Serverarchitektur ist für jeden B2B-Shop eine Grundvoraussetzung. Im Idealfall besteht die Basiskonfiguration aus zwei Frontend-Servern hinter einem Load-Balancer, die auf einen Datenbank-Cluster im Master-Slave-Konstrukt zugreifen. So lässt sich eine hohe Verfügbarkeit erreichen und gleichzeitig die Sicherheit durch die Trennung von Frontend- und Datenbank-Servern verbessern.

magento serverstruktur für B2B Shopsystem

3. Performance des B2B-Shops

Über intelligente Caching-Mechanismen kann eine sehr hohe Performance bei der Bereitstellung von statischen Inhalten gewährleistet werden. So lassen sich im Full-Page-Cache ganze Kategorie- oder Produktseiten vorhalten und nach Bedarf ausspielen, anstatt dass die Inhalte ständig neu abgerufen werden müssten. Damit sinken die Last auf die Webserver und die Zugriffszeiten. Änderungen an den statischen Inhalten sollten dabei an das Cache-System weitergegeben werden, aber eben nur diese. Komplette Reindizierungen würden zu Lasten der Performance gehen.

 

4. Skalierbarkeit

Im Businessbereich ist die Zukunftssicherheit einer Software eine entscheidende Anforderung. Das gilt ebenso für B2B-Shopsysteme. Über Schnittstellen – auch Webservices, wenn der Datenaustausch nicht zu umfangreich ist – und Module sollte sich die Shopsoftware daher flexibel an weitere Systeme (ERP, PIM, CRM, Fulfillment) anbinden lassen und sowohl funktional wie auch leistungsseitig für den individuellen Bedarf skalieren können.

 

5. Multistore / Multishop

Soll das Produktportfolio separat nach unterschiedlichen Themenbereichen angeboten werden, verschiedene Zielgruppen angesprochen oder eine Internationalisierungsstrategie mit mehreren Shops realisiert werden, ist die Unterstützung eines Multistore-Konzepts sehr hilfreich. Unternehmen können Installation und Datenstamm zentral pflegen und von einer Plattform aus alle ihre Zielmärkte und die Zielgruppen individuell ansprechen.

 

6. Customizing

B2B-Shops sollen die Effizienz der Vertriebs- und Einkaufsprozesse bei Anbieter und Kunde steigern. Das Shopsystem muss daher die für Kunden gewohnten und nützlichen Standardprozesse im B2B sinnvoll abbilden. Es muss sich aber auch an die individuellen Workflows des Anbieters sowie an branchenspezifische Prozesse anpassen lassen. Ein modularer Aufbau, bei dem die Logik der Module zudem sauber voneinander getrennt ist, erleichtert das Customizing und senkt im Vergleich zu hochstandardisierten Systemen den Kostenaufwand.

 

7. B2B-Shop mit B2C-Merkmalen

Leistungsfähige und einfach kombinierbare Funktionen für ein einheitliches Frontend, eine intuitive Navigation, schneller Seitenaufbau, eine nutzerfreundliche Produktsuche und -präsentation, ein übersichtlicher Warenkorb und ein einfacher Checkout: Diese im B2C geforderten Eigenschaften eines Shops müssen auch B2B-Plattformen bieten.

 

8. Die Sicherheit

Das B2B-Shopsystem sollte die Payment Card Industry Data Security Standards (PCI-DSS) und Payment Application Data Security Standards (PA-DSS) erfüllen. Die Einhaltung dieser Richtlinien zur Sicherung von Kreditkartenzahlungen wirkt sich auch positiv auf die Gesamtsicherheit des Systems aus, da damit Datenzugriffe auf ein Minimum reduziert und personenbezogene Daten verschlüsselt werden.

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